Aikido für Jugendliche ab 14 Jahren
Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die als Weiterentwicklung des traditionellen Jiu-Jutsu und Ken-Jutsu verstanden werden kann.
Das Ziel der Übungen besteht dabei nicht darin, den Gegner zu besiegen, sondern sich zu verteidigen, ohne den Angreifer zu verletzen. Das Fehlen jedes Wettkampfes macht Aikido einzigartig. Da man jahrelang üben kann, ohne je Auszeichnungen oder Pokale zu erhalten, wird offensichtlich: Aikido übt man nur für sich selbst. Du selbst entscheidest über das, was du im Aikido lernst. Das Motto könnte daher lauten: Greife immer so schnell und stark an, wie du selbst geworfen werden willst.
Aikido will dabei mit voller Hingabe betrieben werden. Dann verwirklicht sich das Ideal, dass jeder nach Höherem streben kann. Jemand, der untalentiert ist, aber mit vollem Herzen übt, wird jemandem mit großem Talent, der nur mit halbem Interesse bei der Sache ist, im Aikido immer einen Schritt voraus sein.
Denn das Training im Aikido führt dich zur Ergründung deiner ursprünglichen Identität. Die Freiheit der Bewegung folgt dabei als logische Konsquenz aus der anstrengenden Arbeit im Training. Offenheit, Intuition und Kreativität sind das Ergebnis eines Weges, der uns mit den Prinzipien des Aikido vertraut macht.
Die Prinzipien sind offensichtlich: Ehrlichkeit, denn es wird nichts angetäuscht oder verschwiegen. Aufrichtigkeit, denn man versucht sich nicht zu krümmen, um eine Technik durchzuführen, die man nicht machen kann. Kommunikation, denn alles, was wir mit unserem Partner tun ist ein Austausch von Information. Vision, denn die Wahrnehmung des Raumes wird klarer und direkter. Integrität, denn man verletzt seinen Partner nicht.
Freiheit des Geistes und Körpers zählt heute mehr als die Idee des Wettkampfs. Zuversicht und Vertrauen wiegen mehr als ein bloßer schweißtreibender Sport. Eine gute Figur kann man im Fitnessstudio erlangen; zusätzlich den Geist zu schärfen kann nur Aikido.
Lehrer für Jugendliche
Karl Ruben, 2. Dan Aikido
Geboren 1985. Im Alter von 13 Jahren begann er 1999 mit dem Studium des Aikido am ZfHB. Noch während seiner Schulzeit faszinierte ihn diese Kampfkunst so, dass er neben den Kindertrainingsstunden die regulären Einheiten zu besuchen begann. 2002/2003 besuchte er für einen einjährigen Schüleraustausch die USA. Dort trainierte er in Florida am Melbourne Aikikai.
Seit seiner Rückkehr gibt er regulär zweimal in der Woche Unterricht. Seither besuchte er zahlreiche internationale Lehrgänge bei Seishiro Endo, Christian Tissier, Tsuruzu Miyamoto und anderen. Im Sommer 2008 legte er seine Prüfung zum 2. Dan Aikikai ab.
„Deine Bewegungen sollen hart wie Diamant, biegsam wie eine Weide, ruhig fließend wie Wasser und leer wie das All sein!“
Aus den Schriften von O-Sensei







